Fragen und Antworten
 

zum ISO-Massivhaus - Bausystem

 
 

"Aus welchem Material sind die ISO-Massivhaus-Bauelemente?"

Die Schalungselemente werden aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum (EPS) hergestellt, besser bekannt unter dem Markennamen Styropor® bzw. Neopor®

Styropor® ist eine weit verbreitete Markenbezeichnung für ein Produkt der BASF AG, die Styropor im Jahre 1951 entwickelt hat.

Seit 1994 gibt es eine Weiterentwicklung namens Neopor®. Neopor-Elemente wurden in der Wärmedämmfähigkeit nochmals verbessert und sind erkennbar an ihrer grauen Farbe.

 

"Wie lange hält Styropor / Neopor?"

Styropor gibt es schon seit 1951. Versuche haben ergeben, dass dieser Werkstoff auch nach vielen Jahren keinerlei Anzeichen von Alterung zeigt. Bei sachgerechter Verarbeitung, d.h. Schutz vor Lösungsmitteln und UV-Bestrahlung, ist EPS unbegrenzt haltbar!

 

 

"Ist EPS gesundheitsschädlich?"Lebensmittelverpackung aus Styropor

Nein. EPS wird FCKW-frei mit Wasserdampf aufgeschäumt und besteht zu 98% aus Luft. Es ist absolut ungiftig und sogar für  Lebensmittelverpackungen zugelassen. Bienenkörbe, Nistkästen und Aufzuchtgefäße für Kleinstlebewesen werden aus EPS hergestellt. EPS wird auch der Blumenerde als Wachstumsverbesserer zugegeben und ist gesundheitlich völlig unbedenklich!


Bild: Lebensmittelverpackung aus Styropor.
© Lana Langlois - Fotolia.com

 

"Brennt EPS?"

Nein. Für die ISO-Massivhaus-Bauelemente wird Material der Klasse “SE" verwendet, das bedeutet: Schwer entflammbar und selbstverlöschend.

 

"Ist Beton biologisch einwandfrei?"

Ja. Die biologische Unbedenklichkeit von Beton erkennen Sie z.B. daran, dass Beton zum Verschließen von Baumwunden verwendet wird.
In Form von Bimsbetonsteinen, Stahlbetondecken, Betonfertigkellern, Sturzelementen und in anderen Kombinationen ist Beton beim Hausbau seit jeher ein bewährter Baustoff.

 

"Was ist eigentlich Beton?"

Schon die alten Römer kannten den Baustoff Beton. Er besteht aus Zement, Wasser, Sand und Kies und wird auch als "flüssiger Stein" bezeichnet. Im erhärteten Zustand ist er stabiler als Mauerwerkssteine und kann, wenn er mit Stahl bewehrt wird, nicht nur Druck-, sondern auch Zugbelastungen aushalten.
Zement wird hergestellt z.B. aus Kalkstein, Ton und Gipsstein.
Mehr Infos unter
www.beton.de

 

"Muss der Beton noch verdichtet werden?"

Da der verwendete Beton relativ dünnflüssig ist, verteilt er sich ohne zusäätzliche Verdichtung problemlos in den Wänden. Dies sehen Sie auch schön in unserem Video. Man könnte zusätzlich noch vorsichtig mit einem Flaschenrüttler verdichten, das würde aber die Stabilität des Betons nicht mehr erhöhen (Prüfergebnis liegt vor).

 

"Kann ich damit auch ein Mehrfamilienhaus bauen?"

Ja. Bis zu einer Höhe von 22 m (Fußbodenhöhe des obersten Stockwerks = Hochhausgrenze) ist das ISO-Massivhaus-Bausystem zugelassen.

 

"Ist Fußbodenheizung für ISO-Massivhäuser geeignet?"

Ja, denn in hochgedämmten Wohnhäusern kommt die Fußbodenheizung mit geringen Vorlauftemperaturen aus (ca. 30 - 35°C), so dass keine Staubaufwirbelung erfolgt. Durch die großen Abstrahlflächen des Fußbodens erfolgt eine gleichmäßige Wärmeabgabe, trägt so zu einem angenehmen Raumklima bei und reduziert die Heizkosten durch geringen Energiebedarf.

Auch Wand- und Deckenheizungen bieten sich an.

 

"Wie ist das Wohnklima in einem ISO-Massivhaus?"

Das Raumklima eines ISO-Massivhauses ist hervorragend, und zwar aus folgenden Gründen:

Das Raumgefühl wird als angenehm empfunden, wenn die Raumluft und die Wand nahezu die gleiche Temperatur haben, wie es in einem ISO-Massivhaus der Fall ist.

Sicher kennen Sie das Gefühl, wenn Sie in einem weniger gut gedämmten Haus in der Nähe der Wand sitzen: Sie haben das Gefühl, dass es zieht. Sie fühlen sich einfach nicht wohl. Dieses Gefühl entsteht dann, wenn die Wand mehr als 3 Grad kälter ist als die Raumluft.

Die ISO-Massivwand ist auch an der Innenseite gedämmt. Daher beträgt der Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Wand meist weniger als 1 Grad Celsius, auch bei größter Kälte.



"Wie kann ich Bilder und Schränke aufhängen?"

Da die Wände ganz normal verputzt werden, können Sie Bilder problemlos mit einem Nagel aufhängen. Der Putz ist ähnlich stabil wie eine Gipskarton-Wand. Für schwerere Bilder gibt es spezielle "X-Haken". Hängeschränke werden natürlich im Betonkern der Wand befestigt. Hierzu verwenden Sie einfach eine etwas längere Schraube und passende Dübel. Mit einem handelsüblichen Bohrhammer (gibt´s für 50 € im Baumarkt), bohren Sie die Löcher durch die innere Wärmedämmschicht hindurch in den Beton.

 

"Wenn ich selber bauen will: Hilft mir jemand dabei?"

BauassistentAber sicher. Der Selberbauer wird von uns gründlich in das Bausystem eingewiesen.

Ihr persönlicher Bauassistent ist dabei, wenn die ersten Reihen angelegt werden. Er überprüft das Fundament auf eventuelle Ungleichmäßigkeiten, nivelliert die ersten Reihen und verfüllt die Wände mit Beton.

Im weiteren Verlauf der Bauphase überwacht er regelmäßig den Baufortschritt und steht zur Verfügung, wenn Hilfe benötigt wird.

Bild: © Klaus Müller / ISO-Massivhaus
 

"Was kostet die Betreuung durch den Bau-Assistenten?"

Eine gründliche Einweisung ist im Kaufpreis enthalten. Die erste Etage bauen Sie gemeinsam mit dem Bau-Assistenten, und danach entscheiden Sie selbst, wie intensiv Sie noch betreut werden möchten.

 

"Wer erstellt den Bauantrag und die statische Berechnung? Muss ich selber einen Architekten und einen Statiker beauftragen?"

Sie können entweder einen Architekten Ihrer Wahl beauftragen oder uns den Bauantrag erstellen lassen. Dies ist meistens günstiger, weil wir viele Planungsleistungen selbst erbringen und die kompletten Unterlagen erst dann an unseren Vertragsarchitekten geben.

Die statische Berechnung und den Wärmeschutznachweis sollte ein Statiker erstellen, der sich mit dem Bausystem auskennt. Zum Beispiel unserer.


 

"Kann ich mir mal eine Baustelle ansehen?"

Natürlich. Bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. Gerne zeigen wir Ihnen „live und in Farbe“, wie das Bauen mit dem ISO-Massivhaus- System funktioniert.

 

"Wieviel kann ich sparen, wenn ich selber baue?"

 
 
Rohbauerstellung mit ISO-MassivhausDer ersparte Arbeitslohn für einen Rohbau (Keller, Erdgeschoss, Dachgeschoss) dürfte bei einem Haus mittlerer Größe ca. 7.000 bis 8.000 € betragen.
Sie haben dann die Außenwände inklusive Super-Wärmedämmung, sowie die tragenden Innenwände und die Geschossdecken erstellt.
 
Sie brauchen dafür zwei bis drei zuverlässige Helfer und ausreichend Zeit (Faustregel: Pro Etage ca. eine Woche). Haushaltsübliche Werkzeuge genügen.
Bild: © Klaus Müller / ISO-Massivhaus

Beim weiteren Innenausbau empfehlen wir Eigenleistungen bei folgenden Gewerken: Fliesen, Bodenbeläge, Maler- und Tapezierarbeiten, Dachgeschoss-Ausbau, Innentüren.

Welche Eigenleistungen Sie bei den restlichen Gewerken des Hauses erbringen, hängt von Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen, Ihren Helfern,  Ihrer Zeit und Lust ab. Wichtig ist, dass Sie Ihre fachlichen und zeitlichen Möglichkeiten richtig einschätzen.

Mein Tipp: Erbringen Sie dort Eigenleistungen, wo es sich wirklich lohnt. Überlassen Sie langwierige und schwierige Dinge dem Fachmann, das geht schneller und Sie haben Gewährleistung auf die ausgeführten Arbeiten. Denn schließlich ist Zeit auch Geld - denken Sie nur an die Doppelbelastung durch Miete und Bauzeitzinsen.

Ihr Bauherrenberater erklärt Ihnen genau, bei welchen Gewerken Sie Eigenleistungen erbringen können / sollten und wo lieber nicht. Dann errechnet er anhand der von Ihnen geplanten Eigenleistungen, wie hoch Ihre Ersparnis ist.
(Merke: Eigenleistung = Eigenkapital!)



"Wo werden ISO-Massivhäuser überall gebaut?"

Wir bauen für Sie und mit Ihnen im Großraum Köln - Aachen, sowie im Grenzgebiet der Niederlande und Belgien.




"Ich möchte schlüsselfertig bauen, machen Sie das auch?"

Gerne erstellen wir für Sie den Rohbau oder helfen Ihnen dabei, den Rohbau in Eigenleistung zu erstellen. Schlüsselfertige (=einzugsfertige) Häuser erstellen wir nicht, da wir darauf personell nicht eingestellt sind.
Sie sollten Ihren Architekten beauftragen, die weiteren Gewerke per Ausschreibung zu vergeben und zu beaufsichtigen. So sparen Sie erfahrungsgemäß am meisten Geld.

Mein Tipp: Investieren Sie in das Honorar eines erfahren Architekten / Bauleiters. Das erspart ene Menge Stress und Geld. Wer selbst alle Handwerker beauftragen und überwachen will, wird hinterher wissen, ob sich das gelohnt hat...

Oft ist es so, dass Architekten und Bauunternehmer, die vorher noch nie mit Schalungselementen gebaut haben, Gefallen an dieser Bauweise finden und auch weiterhin damit bauen.

Zunächst stellen wir manchmal eine gewisse Abneigung bei Bauunternehmern oder Architekten fest, sich mit diesem Thema zu beschäftigen - wenn man seit 20 Jahren mit "normalen" Steinen zu tun hatte, möchte sich mancher nicht mehr so gerne umgewöhnen... Aber es macht ja auch für Bauunternehmer keinen Sinn, sich vor modernen Entwicklungen zu verschließen.

Lassen Sie sich Ihren Entschluss, ein Haus in modernster Bauweise zu erstellen, nicht ausreden. Im Zweifelsfall suchen Sie sich doch einfach einen Architekten oder Bauunternehmer, der "Ihre Sprache spricht".


 

"ISO-Massivhaus: Die schnellste Bauweise der Welt?"

Die Erstellung der Wände geht sehr tatsächlich sehr schnell, da mit leichten und großformatigen Elementen gearbeitet wird.

Aber wir wollen realistisch bleiben: Wenn der Rohbau erstellt ist, muss der Installateur, der Elektriker, der Zimmermann, der Dachdecker etc. ran - und das dauert genau so lange wie bei anderen Häusern auch. Zugegeben: Der Installateur und der Elektriker werden schneller sein als bei anderen Häusern, da er keine Schlitze stemmen muss. Aber machen Sie sich nichts vor - und lassen Sie sich auch nichts vormachen: Bauen braucht seine Zeit!

Wenn einer verspricht, in wenigen Wochen schlüsselfertig zu bauen, bedenken Sie:
Jeder will verkaufen, aber keiner kann zaubern!

Manche Dinge können Sie nicht beeinflussen: Der Innenputz und der Estrich müssen trocken sein, bevor Sie Fliesen legen und tapezieren können etc. Planen Sie eine ausreichende Zeitreserve ein. Das ist besser, als in eine Baustelle einziehen zu müssen, weil der Nachmieter schon vor der Tür steht.

Fertighäuser in Holzbauweise haben den Vorteil, dass sie schnell aufgestellt sind. Aber gebaut werden sie dennoch - und zwar im Werk. Es dauert also seine Zeit, bis das Haus geliefert wird. Dann geht es ruckzuck - und anschließend kommt der Innenausbau. Und auch der braucht seine Zeit.

Sie wollen doch, dass die Handwerker ihre Arbeit vernünftig machen? Dann geben Sie ihnen die Zeit, die nötig ist. Zeit ist Geld - aber übertriebene Eile kostet Geld!

 

"Seit wann gibt es ISO-Massivhäuser?"

Polystyrol-Hartschaum wurde 1951 unter dem Markennamen Styropor
® von der BASF AG auf den Markt gebracht.

Das erste Schalungselemente-Bausystem wurde in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts erfunden.

Die KMI GmbH baut seit 1994 unter dem Namen "ISO-Massivhaus" Häuser im Raum Köln + ca. 100 km Umkreis.


Vorteile und Nachteile
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